Lexikon

Energieverbrauch

Umgangssprachlich bezeichnet der Energieverbrauch die Menge an Öl, Gas oder Kohle, die ein Gebäude für die Heizung benötigt. Er wird in Kilowattstunden angegeben und ist besonders niedrig, wenn der Wärmeschutz hoch ist.

Der Energieverbrauch für die Raumheizung

Folgt man der physikalischen Erklärung, lässt sich Energie nicht verbrauchen. Sie wird lediglich in eine andere Form umgewandelt, die dann nicht mehr nutzbar ist. Eine Ölheizung wandelt die chemische Energie des Heizöls zum Beispiel in Wärme um. Diese gleicht die Verluste über die Gebäudehülle aus und sorgt so für ein angenehm warmes Zuhause. Die benötigte Brennstoffmenge beschreibt umgangssprachlich den Energieverbrauch.

Verbrennt eine Heizung einen Liter Heizöl, kann sie deinem Haus theoretisch 10,6 Kilowattstunden Wärme zur Verfügung stellen. Da ein Teil davon bereits in der Heizungsanlage verloren geht, kommt jedoch nicht die gesamte Wärme den Räumen zugute.

Wie hoch der Verbrauch ist, verrät unter anderem der Energieausweis . Dieser basiert auf tatsächlichen Verbrauchsdaten oder einer theoretischen Berechnung und gibt die Werte bezogen auf die Heizfläche an. Auf diese Weise kannst du die Effizienz unterschiedlicher Gebäude einfach vergleichen, auch wenn diese unterschiedlich groß sind. Noch einfacher ist das mit den Effizienzklassen, die den spezifischen Energieverbrauch in eine Skala von A+ (sehr gut) bis H (sehr schlecht) einordnen.

Informationen und Pflichten im Energieausweis

Durchschnittliche Verbräuche in Wohngebäuden

Möchtest du wissen, ob der Energieverbrauch in deinem Haus hoch oder niedrig ist, kannst du diesen einfach mit typischen Werten vergleichen. Diese richten sich dabei in der Regel nach dem Baujahr und sind auf die Heizfläche bezogen. Die folgende Liste zeigt übliche Verbrauchsdaten im Überblick. Gebäude aus dem Zeitraum von:

- 1970 bis 1980 verbrauchen 200 bis 300 kWh / (m²*a)

- 1980 bis 1990 verbrauchen 125 bis 200 kWh / (m²*a)

- 1990 bis 2000 verbrauchen 90 bis 125 kWh / (m²*a)

- 2000 bis heute verbrauchen 25 bis 90 kWh / (m²*a)

Wichtig zu wissen ist, dass die Angaben nur Richtwerte sind. Durch eine Optimierung der Heizung oder einen verbesserten Wärmeschutz fallen die Ergebnisse in der Regel geringer aus.

Den Energieverbrauch der Heizung einfach senken

Möchtest du Heizkosten sparen und deinen Verbrauch reduzieren, funktioniert das schon mit günstigen Maßnahmen. So hilft es zum Beispiel, die Raumtemperaturen niedriger einzustellen und die Heizkörper frei von Möbeln oder schweren Vorhängen zu halten.

Günstig ist außerdem ein hydraulischer Abgleich , bei dem ein Installateur für die gleichmäßige Verteilung der Heizwärme sorgt. Um unnötige Verluste zu vermeiden und den Energieverbrauch der Heizung zu senken, kannst du darüber hinaus auch die Heizkurve richtig einstellen. Diese beeinflusst die Leistung des Kessels und sollte optimal zu deinem Haus passen.

Ist die Heizung besonders alt und unzuverlässig, kann sich auch ein Austausch lohnen. Neue Geräte mit Brennwerttechnik nutzen die Brennstoffe dabei besser aus und können mehr Energie zum Heizen nutzbar machen.

Energiekosten senken

Energieverbrauch kennen und Heizkosten sparen

Um den eigenen Verbrauch zu senken, ist es wichtig, diesen überhaupt zu kennen. Neben dem regelmäßigen Ablesen von Gaszählern oder Ölständen ist das mit digitalen Lösungen besonders einfach. Denn diese überwachen den Heizbetrieb und zeigen die Verbrauchswerte auf Smartphones, Tabletts oder PCs an.

Hast du einen Bosch EasyControl , funktioniert das ganz einfach mit der dazugehörenden App oder mit .tiarda , deinem digitalen Assistenten für Google Assistent und Facebool Messenger.

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