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Heizungspumpe

Die Heizungspumpe fördert das vom Kessel erwärmte Wasser durch Leitungen im gesamten Haus. Sie verteilt die Wärme und sorgt dafür, dass alle Räume auf die gewünschten Temperaturen kommen. Geht es um den Energieverbrauch, bieten vor allem alte Geräte große Einsparpotenziale.

Die Funktion und der Aufbau einer Heizungspumpe

Heizungspumpe

Die Heizungspumpe ist das Herz einer jeden Heizung. Denn während das menschliche Organ mit dem Blut Sauerstoff und Nährstoffe durch den gesamten Körper pumpt, treibt die Pumpe den Heizkreislauf an. Dabei fördert sie das vom Kessel erwärmte Heizungswasser zu allen Heizflächen im Haus. Hier gibt es die transportierte Energie ab und strömt, angetrieben von der Pumpe, zurück zum Kessel. Allein in einer Heizperiode, also der Zeit von September bis Mai, kommen mehr als 4.000 Betriebsstunden zusammen. Zum Vergleich: Würde ein Auto in der gleichen Zeit mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde fahren, wäre es mehr als 200.000 Kilometer unterwegs.

Geht es um den Aufbau der Technik, besteht die Heizungspumpe in ihrer einfachsten Form aus einem Elektromotor und einem Flügelrad in einem Gehäuse. Während alte Geräte dabei mehr Strom verbrauchen als nötig, sorgt eine integrierte Regelung in modernen Pumpen für eine höhere Effizienz.

Verschiedene Arten von Heizungspumpen im Überblick

Abhängig von der Betriebsweise einer Pumpe lassen sich heute verschiedene Arten unterscheiden. Am einfachsten funktionieren dabei ungeregelte Geräte. Diese fördern immer die gleiche Menge an Heizungswasser durch das Haus, egal wie viel Wärme dieses gerade benötigt. Während sie auch dann arbeiten, wenn alle Heizkörperthermostate geschlossen sind, wurden die Pumpen früher oft zu groß ausgelegt. Aus diesen Gründen verbrauchen sie deutlich mehr Strom als nötig. Etwas günstiger sind mehrstufig regelbare Pumpen, bei denen du die Leistung manuell an den Bedarf im Haus anpassen kannst. Da dieser in der Praxis jedoch häufig schwankt, verbrauchen auch die meist dreistufig arbeitenden Heizungspumpen mehr Strom als eigentlich nötig.

Für Abhilfe sorgen moderne Hocheffizienzpumpen. Diese sind mit einem effizienten Motor ausgestattet und passen ihre Leistung automatisch an den Wärmebedarf im Haus an. Sie arbeiten bedarfsgerecht und sorgen bei einem Austausch für hohe Einsparungen.

Was für eine Heizungspumpe deinen Heizkreislauf antreibt, erkennst du schnell am Aufdruck auf dem Typenschild. Das befindet sich direkt auf der Pumpe und gibt bei ungeregelten Geräten nur eine Leistung an. Während es bei mehrstufig regelbaren Pumpen über die Leistung der einzelnen Stufen informiert, gibt es bei Hocheffizienzpumpen einen Leistungsbereich an.

Mehr Effizienz durch Heizungsabgleich und Pumpentausch

Hast du eine bestehende Heizungsanlage, kannst du mit einem Pumpentausch viel Geld sparen. Experten schätzen, dass die Einsparungen bei über 100 Euro pro Jahr und Pumpe liegen. Noch mehr kannst du erreichen, wenn du vor dem Austausch der Heizungspumpe auch einen hydraulischen Abgleich durchführen lässt. Denn dabei stellen Fachleute die Heizungsanlage so ein, dass das Heizungswasser auf seinem Weg zu allen Heizflächen den gleichen Druckverlust überwinden muss. Während sich die Wärme dadurch gleichmäßig im Haus verteilt, wird die Pumpe entlastet und verbraucht weniger.

Sparschwein

Hohe Fördermittel für die neue Heizungspumpe

Experten vermuten, dass heute mehr als 20 Millionen deutsche Heizungspumpen veraltet sind. Sie verbrauchen viel Strom und belasten neben dem Portemonnaie ihrer Besitzer auch die Umwelt. Um diese nachhaltig zu schonen, fördert der Staat den Austausch alter Geräte über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dabei bekommst du aktuell 30 Prozent der Kosten erstattet, wenn du eine neue Hocheffizienzpumpe einbaust. Voraussetzung dafür ist, dass du die Mittel vor dem Austausch über das BAFA beantragst.

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