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Raumsolltemperatur

Die Raumsolltemperatur beschreibt die Temperatur, auf die die Heizung deine Räume erwärmen muss. Während niedrige Einstellwerte in der Regel zu sinkenden Heizkosten führen, kann ein zu sparsames Verhalten dem Komfort schaden und Schimmel begünstigen.

Die optimale Raumsolltemperatur finden

Raumsolltemperatur

Während die Außentemperaturen im Herbst allmählich sinken, verliert dein Haus immer mehr Wärme über seine Hüllflächen. Dabei muss die Heizung mehr leisten, um alle Räume auf wohlige Temperaturen zu erwärmen. Möchtst du deine Heizkosten senken, kannst du die Raumsolltemperatur nach unten korrigieren. Während Experten für Wohnzimmer etwa 20 Grad Celsius empfehlen, sollten Kinder- und Badezimmer wärmer sein. In Fluren, Küchen oder Schlafzimmern reicht hingegen meist eine Temperatur von 18 Grad Celsius.

Wichtig ist, dass du die Raumtemperaturen nicht zu niedrig einstellst. Denn das beeinträchtigt das Wärmewohlbefinden und begünstigt das Wachstum von Schimmel. Der Grund dafür ist, dass kältere Luft weniger Wasser aufnehmen kann. Die enthaltene Feuchtigkeit kondensiert dabei an Wänden oder Fenstern und schafft somit günstige Lebensbedingungen für die giftigen Pilze.

Die Heizungsregelung richtig einstellen

Einstellen lässt sich die Raumsolltemperatur an der Regelung der Heizung. Während du den Wert bei einer raumtemperaturgeführten Anlage direkt eingeben kannst, funktioniert das bei einer witterungsgeführten über die Heizkurve. Diese sagt dem Wärmeerzeuger, wie viel er bei bestimmten Außentemperaturen leisten muss, um die gewünschten Raumtemperaturen zu erreichen. Die Einstellung erfolgt dabei über das Anpassen der Neigung und der Höhe der Kurve. Wie das genau funktioniert, liest du im Beitrag „ Die Heizkurve “.

Besonders komfortabel kannst du die Raumsolltemperatur bei einer witterungsgeführten Regelung mit Raumtemperaturaufschaltung einstellen. Während auch hier die Heizkurve eine außentemperaturabhängige Vorlauftemperatur vorgibt, kontrolliert ein Raumfühler die tatsächlichen Werte in der Wohnung. Erzeugt der Kessel zu viel Wärme, korrigiert die Reglung die Heizkurve nach unten und sorgt so für spürbare Einsparungen. Anders herum kann die Raumaufschaltung die Vorlauftemperatur auch anheben, wenn es in den eigenen vier Wänden einmal zu kalt sein sollte.

Verschiedene Raumsolltemperaturen einstellen

Haus

Im Alltag ist es nicht immer nötig, das eigene Haus voll zu beheizen. So kann der Wärmeerzeuger zum Beispiel auf Sparbetrieb schalten, wenn alle schlafen oder keiner zu Hause ist. Einstellen lässt sich das meist über ein zeitabhängiges Heizprogramm. Dabei erstellst du ein Nutzungsprofil, bei dem die Raumsolltemperatur vom Tag und der Uhrzeit abhängt. Mit einer Nachtabsenkung spart die Heizung zum Beispiel nachts Energie, während sie das Haus morgens von selbst auf wohlige Temperaturen bringt. Wichtig ist, dass du immer auch eine ausreichend lange Aufheizphase einplanst. In dieser arbeitet die Heizung mit höherer Leistung, um den Temperaturabfall ausgleichen zu können.

Ein Nachteil ist, dass die Einstellungen bei vielen Heizgeräten statisch sind. Um sie zu verändern, musst du dabei die Programmierung am Kessel korrigieren. Vor allem dann, wenn du oft zu unterschiedlichen Zeiten nach Hause kommst, ist das aber nur wenig praktikabel.

Die Raumsolltemperatur einfach aus der Ferne ändern

Wesentlich einfacher funktioniert die Einstellung der Temperaturen mit einer digitalen Heizung. Denn diese hat eine Verbindung zum Internet und lässt sich so auch aus der Ferne steuern. Kommst du einmal früher nach Hause, kannst du die Raumsolltemperatur dabei ganz einfach über das Smartphone verändern. Eine Möglichkeit dazu bietet der Bosch EasyControl Regler im Zusammenspiel mit der Bosch EasyControl App.

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