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Optimale Luftfeuchtigkeit für Komfort und Gesundheit

Die Luftfeuchtigkeit in einem Raum wirkt sich auf Wohlbefinden und Gesundheit aus. Ist die Luft beispielsweise zu feucht, beginnen wir schneller zu schwitzen und die Schimmelgefahr nimmt zu. Trockene Luft schadet hingegen den natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers. Doch was ist Luftfeuchtigkeit eigentlich? Welche Werte sind optimal und wie lassen sich diese erreichen?

Was ist Luftfeuchtigkeit und wie wird sie angegeben?

Geht es um die Luftfeuchtigkeit, sprechen wir vom absoluten oder relativen Wasserdampfgehalt der Luft. Die absolute Feuchte beschreibt, wie viel Wasserdampf in einer bestimmten Luftmasse gespeichert ist. Sie lässt sich in Gramm Wasser pro Gramm Luft angeben und spielt im Alltag eher eine untergeordnete Rolle. Hier kommt es vor allem auf die relative Luftfeuchtigkeit an. Denn diese verrät, wie stark die Luftmassen gesättigt sind. Liegt der Wert zum Beispiel bei 50 Prozent, hat die Raum- oder Umgebungsluft die Hälfte Ihres Aufnahmevermögens erreicht. Da warme Luft deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen kann als kalte, hängt die relative Luftfeuchtigkeit neben dem tatsächlichen Wassergehalt auch von der Lufttemperatur ab.

Ein Beispiel verdeutlicht das: Kühlt sich Luft mit einer Temperatur von 25 °C und einer relativen Feuchte von 60 % auf 20 °C ab, sinkt der Feuchtegehalt auf etwa 80 %, obwohl sich der absolute Wassergehalt nicht verändert.

Was ist die optimale Luftfeuchtigkeit in der Wohnung?

Die optimale Luftfeuchtigkeit hängt von der Umgebungstemperatur ab. Liegt letztere im Bereich von 18 bis 22 °C ist eine relative Feuchte von 40 bis 60 % optimal.

Doch was passiert, wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist? In diesem Fall bewegt sich mehr Staub im Raum. Unsere Haut trocknet aus und es kommt zu Juckreiz, Bindehautentzündungen oder Ekzemen. Trocknen die Nasenschleimhäute ebenfalls, dringen auch Krankheitserreger einfacher in den Körper ein und die Erkältungsgefahr nimmt zu.

Ist die relative Feuchtigkeit der Luft zu hoch, beginnen wir schneller zu schwitzen. Milben fühlen sich wohler und es besteht die Gefahr, das Wasser an kühlen Flächen kondensiert. Sporen könnten sich dann an den feuchten Stellen anlagern und Schimmelprobleme herbeiführen.

Aber was sind eigentlich die Gründe für zu trockene oder zu feuchte Luft? Die folgende Tabelle gibt Aufschluss.

Ursachen
Folgen
Lösungen
Trockene Luft
- häufiges Lüften im Winter
- warme Heizungsluft
- wenig Feuchtequellen - seltenes Lüften im Winter
- Kellerlüftung im Sommer
- viele Grünpflanzen im Haus
- Waschen, Baden und Duschen
- Hausputz und Wäsche trocknen
- Aquarien und Zimmerbrunnen
- mehr Staub fliegt umher
- Haut trocknet aus (Folgen sind Juckreiz oder Ekzemen)
- Schleimhäute trocknen aus (Folgen sind Bindehautentzündungen und steigende Erkältungsgefahr)
- grüne Pflanzen aufstellen
- Feuchte aus Bad und Küche nutzen
- richtig heizen und lüften
- Lüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung
- Luftbefeuchter einsetzen
Feuchte Luft
- seltenes Lüften im Winter
- Kellerlüftung im Sommer
- viele Grünpflanzen im Haus
- Waschen, Baden und Duschen
- Hausputz und Wäsche trocknen
- Aquarien und Zimmerbrunnen
- wir schwitzen deutlich schneller
- unwohles, erdrückendes Gefühl
- Vermehrung von Milben
- Kondensation und Schimmel
- Atemwegserkrankungen und Allergien durch Schimmelsporen
- morgens und abends richtig lüften
- Stoßlüften in Bädern und Küchen
- Aquarien und Terrarien abdecken
- weniger Zimmerpflanzen aufstellen
- Luftentfeuchter einsetzen
Wie kann ich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung messen?

Um herauszufinden, wie hoch die relative Feuchtigkeit in deiner Wohnung ist, benötigst du ein Hygrometer. Dieses zeigt den aktuellen Wert oft mit der Temperatur an, um dich über das Raumklima zu informieren. Einfacher ist die Messung mit modernen Heizungsreglern wie dem Easy Control von Bosch . Nutzt du außerdem den Sprachassistenten .tiarda ? Dann musst du nur Fragen, um aktuelle Werte zum Raumklima und einfache Tipps zum Nachbessern zu bekommen.

Luftfeuchtigkeit erhöhen oder senken
Wie erhöhe ich den Feuchtegehalt der Luft im Raum?

Ist die Raumluft zu trocken, kannst du grüne Pflanzen in deinem Zuhause aufstellen. Denn diese geben Wasserdampf ab, der die Luft zumindest etwas befeuchtet. Sinnvoll ist es außerdem, dem Wasserdampf aus Bad und Küche zu nutzen. Das funktioniert einfach, indem du nach dem Duschen oder Baden die Badezimmertür offen stehen lässt. Die Feuchtigkeit verteilt sich dann in Haus oder Wohnung und lässt die relative Luftfeuchtigkeit steigen. Wichtig ist außerdem das richtige Heizen und Lüften. Drehe die Heizkörper etwas ab und lüfte nicht mehr als dreimal täglich, um die Feuchtigkeit im Raum oder im Haus zu halten. Planst du den Einbau einer Lüftungsanlage, kannst du Geräte mit Wärme- und Feuchterückgewinnung verwenden, um auch im Winter für ein optimales Raumklima zu sorgen. Hilft all das nichts, stehen dir verschiedene Luftbefeuchter zur Wahl, die Wasser beispielsweise verdampfen oder verdunsten.

Wie lässt sich die Luftfeuchtigkeit senken?

Feuchter Raumluft entgegnest du vor allem mit dem richtigen Lüftungsverhalten. Denn durch das Stoßlüften tauschst du verbrauchte und feuchte Luft durch frische und trockene Luft aus. Du solltest außerdem darauf achten, Bäder und Küchen nach der Benutzung sofort zu lüften, damit sich der Wasserdampf nicht überall verteilt. Auch das Abdecken von Aquarien oder das Verzichten auf zu viele Zimmerpflanzen hilft, die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. Im Sommer solltest du vor allem nachts, morgens oder abends lüften, da die warmen Luftmassen viel Feuchtigkeit ins Haus bringen. Besonders wichtig ist das in kühlen Kellern, um feuchte Wände und Schimmel zu vermeiden. Bringt all das nicht den gewünschten Erfolg, kannst du auf maschinelle Luftentfeuchter setzen. Diese kühlen die Luftmassen im Umluftprinzip, um Wasserdampf kondensieren und abführen zu können.