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Heizkosten kennen und sparen

Diese Tipps helfen
Die Heizkosten belasten das Budget vieler Hausbesitzer stark. Möchtest du deine Ausgaben senken, musst du zunächst deinen Verbrauch kennenlernen. Wir zeigen, wie das funktioniert und welche Tipps beim Sparen helfen.
Aktuelle Energiepreise im Überblick

Aktuelle Energiepreise im Überblick

Geht es um die Höhe der Heizkosten, haben die Brennstoffpreise einen großen Einfluss. Im aktuellen Vergleich fallen die Unterschiede zwischen Heizöl, Erdgas und Holz gering aus. An der Spitze steht dabei Erdgas mit 6,23 Cent pro Kilowattstunde. Mit einem Preis von 4,98 Cent pro Kilowattstunden folgt Heizöl. Holzpellets kosten momentan etwa 4,75 Cent pro Kilowattstunde, während es Hackschnitzel bereits ab 3,0 Cent pro Kilowattstunde gibt. (Stand Februar 2021)

Die Heizkosten abschätzen und berechnen

Einsparpotenziale lassen sich nur identifizieren, wenn du deine Heizkosten kennen und bewerten kannst. Einen ersten Anhaltspunkt dazu liefern Richtwerte, die vom Baujahr eines Gebäudes abhängen. So verbrauchen Häuser, die

  • vor 1980 errichtet wurden, 200 bis 300 kWh / (m²*a)
  • zwischen 1980 und 1990 errichtet wurden, 125 bis 200 kWh / (m²*a)
  • zwischen 1990 und 2000 errichtet wurden, 90 bis 125 kWh / (m²*a)
  • nach 2000 errichtet wurden, etwa 25 bis 90 kWh / (m²*a)

Zum Ermitteln der Heizkosten multiplizierst du die Durchschnittswerte mit der beheizten Gebäudefläche und dem Preis für den jeweiligen Brennstoff. Ein Vergleich mit deinen tatsächlichen Energiekosten zeigt, ob dein Verbrauch zu hoch ist. Ganz einfach kannst du den Energieverbrauch übrigens auch von einer digitalen Heizung ablesen.

Mit dem Bosch EasyControl hast du die Möglichkeit, über das Menü den Energieverbrauch für einen Tag, eine Woche, einen Monat oder ein Jahr ganz einfach anzeigen zu lassen. Und mit dem digitalen Sprachassistenten .tiarda kannst du den Energieverbrauch auch noch direkt mit anderen Nutzern vergleichen und erfährst sofort, ob dein Verbrauch überdurchschnittlich hoch ist.

Intelligente Heizungssteuerung

So senkst du deine Heizkosten

Bei vielen Einfamilienhäusern liegen die jährlichen Heizkosten deutlich im vierstelligen Bereich. Damit ist die Heizung für das Gros der Verbraucher ein bedeutender Kostenfaktor – mit viel Sparpotenzial. Wer sich intensiv mit dem Thema „Heizkosten senken“ auseinandersetzt, gibt weniger Geld aus – und das Jahr für Jahr. Voraussetzung: Du benötigst ein gewisses Maß an Know-how und ein wenig moderne Technik, um deine Heizkosten so weit wie möglich zu senken. Wir geben Dir das hierzu notwendige Wissen an die Hand!

Heiztemperatur

Je nachdem in welchem Zimmer im Haus oder der Wohnung du dich befindest, sind unterschiedliche Raumtemperaturen ideal: Empfohlen werden 22-24 Grad im Bad, 20 Grad in den Wohnräumen inklusive Küche, 16 bis 18 Grad in Schlafzimmer, Keller und Flur.

Beachte aber, dass der Temperaturunterschied zwischen angrenzenden Räumen nicht zu groß sein sollte. Bei einer Differenz von mehr als 5 Grad kann sich die wärmere, feuchtere Luft aus den geheizten Räumen an den kalten Wänden der wenig bzw. nicht geheizten Räume niederschlagen. Hier besteht die Gefahr der Schimmelbildung. Optional hilft hier das Schließen der Türen.

Jedes Grad zählt

Die Absenkung der Temperatur um nur ein Grad macht sich bereits auf deiner Heizkostenabrechnung bemerkbar. Bis zu 6% Energiekosten lassen sich so sparen. Aber Vorsicht vor Zuviel des Guten: bei Räumen, die komplett auskühlen, droht Schimmelbildung. Achte daher darauf, dass die Raumtemperatur nie unter 15 Grad sinkt.

Heizkörper entlüften

Wenn Glucker-Geräusche aus den Heizkörpern kommen und diese in der oberen Ecke kalt sind, solltest du mit einem Entlüfterschlüssel die Luft ablassen. Wie das geht? Unter " Die Heizkörper entlüften " findest du alle notwendigen Details für die richtige Durchführung. Wenn du .tiarda , den digitalen Assistenten für den Bosch EasyControl nutzt, kannst du mich auch einfach danach fragen.

Freiheit für den Heizkörper

Achte darauf, dass die Heizkörper nicht durch Möbel oder schwere Vorhänge verdeckt sind. Die schlucken enorm viel von der ausgestrahlten Wärme und der Raum wird einfach nicht richtig warm.

Heize nur die Räume, in denen du dich aufhältst.

Halte in diesen Zeiten Türen und Fenster geschlossen, um nicht "quer zu heizen". Das kostet unnötig viel Energie. Überlege genau, in welchen Räumen die Temperaturen heruntergedreht werden können. Vielleicht genügen ein oder zwei behagliche warme Räume im Haus.

Nutze die automatische Anwesenheitserkennung

Viele Regler, wie der Bosch EasyControl bieten heutzutage die Möglichkeit der automatischen Anwesenheitserkennung. Bist du zu Hause, läuft die Heizung ganz normal. Sobald der letzte Bewohner oder die letzte Bewohnerin das Haus verlässt, fährt die Heizung herunter und läuft im Sparbetrieb, bis du wiederkommst.

Optimiere das Zeitprogramm

Stelle das Zeitprogramm für die einzelnen Tage so ein, dass die Heizung nur dann auf die Komforttemperatur hoch heizt, wenn auch wirklich jemand daheim ist. Wenn du Raumthermostate nutzt, kannst du sogar das Zeitprogramm für die jeweiligen Räume optimieren. Während zum Beispiel das Bad nur morgens und abends auf Wohlfühltemperatur geheizt werden muss, kannst du Wohnzimmer mit dem Zeitprogramm bereits auf Wohlfühltemperatur bringen, bevor der gemütliche Netflix-Abend auf dem Sofa beginnt.

Sparsam und sicher: Die Heizungswartung

Nur eine optimal eingestellte Heizung kann effizient und sparsam arbeiten. Aus diesem Grund lohnt sich die regelmäßige Heizungswartung . Handwerker untersuchen die Technik dabei ganz genau. Sie korrigieren falsche Einstellungen, entlüften die Heizkörper und füllen bei Bedarf auch Wasser nach. Der besondere Vorteil: Neben sinkenden Heizkosten sorgt das auch für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb der Heizung.

Hydraulisch abgleichen und Heizkurve anpassen

Ein hydraulischer Abgleich lässt Wärme gleichmäßig durch das gesamte Haus strömen. Das erhöht den Komfort und hilft, Heizkosten zu sparen. Im gleichen Zuge lohnt es sich übrigens auch, die Heizkurve richtig einzustellen. Die Kennlinie verrät dem Kessel, wie viel er bei verschiedenen Außentemperaturen leisten muss und kann unnötig hohe Verbräuche verursachen.

Heizung austauschen und Heizkosten sparen

Alte Heizungen verbrauchen oft mehr als nötig. Mit einer neuen Heizung senkst du deine Heizkosten einfach um bis zu 30 Prozent. Denn moderne Gas- und Ölheizungen nutzen den Brennwert. Sie aktivieren im Abgas verborgene Energie und gewinnen mehr Wärme aus den eingesetzten Brennstoffen. Voraussetzung: Das Haus muss zur Technik passen und mit geringeren Vorlauftemperaturen auskommen.

Duschen statt baden

Duschen statt Baden, so sparst du zwei Drittel Wasser und Energie. Wem 36 statt 40 Grad Duschtemperatur reichen, der kann darüber hinaus noch mal 20 % Energie sparen.

Effizienter duschen

Die Reduzierung der Duschzeit bietet weiteres Einsparpotential. Pro Minute reduzierter Duschzeit sparst du ca. 15 Liter Wasser. Wenn du also deine Duschzeit von 10 Minuten auf 5 Minuten reduzierst, zum Beispiel, weil du beim Einseifen das Wasser abstellst, dann sparst du beachtliche 75 Liter Wasser.

Moderne Duschköpfe

Noch größer wird das Einsparpotential durch das Anbringen von modernen Duschköpfen. Diese reduzieren den Durchfluss und mischen Luft bei, sodass nur noch die halbe Wassermenge verbraucht wird, bei gleichbleibendem Duschkomfort. Die Nutzung solcher Duschköpfe kann den Verbrauch auf bis zu 6 Liter je Minute reduzieren.

Richtig Lüften

Lüfte mindestens zweimal täglich im Stoßverfahren! Stelle dafür die Heizkörper aus, mach die Fenster weit auf, schließ sie nach 5 bis 10 Minuten wieder und stelle anschließend die Heizkörper wieder an. Vermeide eher gekippte Fenster! In unserem Artikel " Richtig lüften " haben wir dir noch mehr Tipps zusammengestellt.

Fenster auf Dauerkippstelllung

Wenn die Fenster den ganzen Tag gekippt sind, werden die Heizleistung und die Kosten unnötig in die Höhe getrieben. Die Räume sind dann wesentlich ausgekühlter als nach dem Stoßlüften und es dauert dann ziemlich lange bis die warme Luft die kalte ersetzt. Außerdem kühlen die Wände aus. Dadurch steigt das Risiko, dass Schimmel entsteht.

Fenster abdichten

Gerade bei alten Fenstern dringt häufig Zugluft ein und führt dazu, dass der Raum schneller auskühlt. Isoliere deshalb, wenn möglich, deine Fenster nachträglich. Das kann schon ganz einfach über Isolierbänder gemacht werden, wenn eine fachmännische Isolierung nicht möglich ist. Um zu prüfen, ob die Fenster dicht sind, kannst du vor dem Schließen des Fensters ein Blatt Papier zwischen Rahmen und Fenster klemmen. Lässt sich dieses bei geschlossenem Fenster rausziehen, dann dichtet das Fenster nicht komplett ab.