Ratgeber

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Lohnt sich eine Solaranlage?

Vorteile und Funktionsweise einer Solaranlage
Eine Solaranlage wandelt kostenfreie Sonnenenergie in nutzbare Heizwärme um. Diese lässt sich im Haus einsetzen, um das Trinkwasser oder die Räume auf höhere Temperaturen zu bringen.

Solaranlage erntet Wärme vom Dach

Eine Solarthermie- oder Solarwärmeanlage besteht aus zahlreichen Bauteilen, die Wärme vom Dach in einen Speicher im Haus leiten. So fangen Kollektoren die Strahlen der Sonne auf, um diese an Ort und Stelle in thermische Energie umzuwandeln. Diese erwärmt eine spezielle Solarflüssigkeit. Eine Heizungspumpe befördert die Flüssigkeit anschließend zu einem Speicher im Haus.

Hier gibt sie die mitgeführte Wärme an das Trink- oder Heizungswasser ab und strömt mit geringerer Temperatur zum Kollektor zurück. Ob sich eine Solaranlage lohnt, hängt dabei unter anderem von ihrem Ertrag ab.

Besonders hoch ist der, wenn das Dach:

  • groß genug und nicht verschattet ist
  • eine Neigung von 30 bis 40 Grad hat
  • nach Süden ausgerichtet ist

Weichen die Parameter auf deinem Dach ab, können größere Kollektorflächen die Ertragseinbußen ausgleichen. Diese führen jedoch zu steigenden Kosten und damit auch zu einer geringeren Wirtschaftlichkeit.

Solaranlage

Einsatzbereiche und typische Einsparungen

Die Wärme einer Solaranlage kannst du im Haus unterschiedlich einsetzen. Am einfachsten ist es, das Trinkwasser mit der Solarthermie zu erwärmen. Denn das erfordert kleine Kollektorflächen von etwa 1 bis 1,5 m² pro Person. Da auch die Trinkwasserspeicher mit 60 bis 80 Litern pro Person klein ausfallen, halten sich die Kosten in Grenzen. Unter günstigen Bedingungen kann die Solaranlage zur Warmwasserbereitung die Heizkosten um etwa 10 Prozent senken.

Die Solarwärme kann darüber hinaus auch die Heizung unterstützen. Dazu benötigst du mindestens 1 m² Kollektorfläche für 10 m² Wohnfläche. Hinzu kommt ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 50 bis 70 Litern je Quadratmeter Kollektorfläche. Sind die Gegebenheiten günstig, kann eine solche Solaranlage deine Heizkosten um etwa 20 Prozent senken.

Die Vorteile einer thermischen Solaranlage

Eine Solaranlage kann den Wärmebedarf in den sonnigen Sommermonaten meist allein decken. Sie entlastet die konventionelle Heizungsanlage und sorgt für finanzielle Einsparungen. Neben den Heizkosten sinken dabei auch die Emissionen. Die Technik schont also nicht nur dein Portemonnaie, sondern auch das Klima. Ein weiterer Vorteil: Je mehr Energie die Solaranlage zur Verfügung stellt, umso geringer sind die Auswirkungen schwankender Brennstoffpreise.

Anschaffungskosten und Fördermittel

Ob sich eine Solaranlage lohnt, hängt neben den Einsparungen auch von den Kosten ab. Diese liegen für Warmwassersolaranlagen bei etwa 3.500 bis 5.000 Euro. Für eine Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung kannst du mit 8.000 bis 12.000 Euro rechnen. In vielen Fällen unterstützt der Staat die Anschaffung außerdem mit hohen Zuschüssen. So gibt es über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Förderung der Heizung in Höhe von 30 Prozent. Wichtig ist, dass du die Fördermittel vor der Auftragsvergabe an einen Fachbetrieb online über das BAFA beantragst.

Fazit: Lohnt sich eine Solaranlage überhaupt?

Ob sich die Technik lohnt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Geht es um die Umweltfreundlichkeit, ist die Solaranlage in jedem Fall ein Gewinn. Denn sie senkt den Verbrauch fossiler Energieträger und mindert die Emissionen. Die Technik entlastet darüber hinaus auch konventionelle Heizgeräte und trägt so zu einer längeren Lebensdauer der Anlagen bei.
Ob sich die Solaranlage aus finanzieller Sicht lohnt, lässt sich pauschal nicht beurteilen. Denn sowohl die Kosten als auch die Einsparungen hängen stark von der Auslegung und den Gegebenheiten vor Ort ab. Eine Antwort kann hier nur ein Fachhandwerker im Rahmen einer individuellen Beratung geben.