Ratgeber

Außentemperatur-Regelung (vs. raumgeführte Regelung)

Die außentemperaturgeführte Regelung richtig nutzen

Je kälter es wird, umso mehr Energie benötigt dein Haus. Stattest du deine Heizung mit einer außentemperaturgeführten Regelung aus, reagiert sie automatisch auf diese Veränderung. Du sparst Energie und profitierst zu jeder Zeit von einem angenehm warmen Zuhause. Damit das funktioniert, sind allerdings einige Dinge zu beachten.

Temperaturen, Wärmeverluste und die Leistung deiner Heizung

Wie viel Wärme dein Haus benötigt, hängt von vielen Faktoren ab. Neben der energetischen Qualität der Wände spielen auch die Innen- und Außentemperaturen eine wichtige Rolle. Denn je weiter diese auseinanderliegen, umso größer ist das Bestreben der Wärme, nach außen zu gelangen. Einziges Hindernis: Wände, Fenster und andere Hüllflächen, die thermische Energie wie eine warme Jacke im Haus halten.

Mit der außentemperaturgeführten Heizungsregelung stellst du deinen Wärmeerzeuger genau auf diese Faktoren ein. Dabei erwärmt deine Heizung das Heizungswasser stärker, je kälter es draußen ist.

Die außentemperaturgeführte Regelung richtig einstellen

Die Einstellung der Heizkurve hängt von den individuellen Eigenschaften deines Gebäudes ab. Um die Außentemperatur-Regelung richtig zu nutzen, hast du dabei folgende Möglichkeiten:

1) Höhe der Heizkurve: Verschiebst du die Kurve parallel nach oben oder unten, veränderst du die Höhe der Heizkennlinie. Deine Heizung arbeitet dann bei jeder Außentemperatur mit höheren oder geringeren Vorlauftemperaturen. Die richtige Einstellung hängt unter anderem von deinem Heizsystem ab. Während du bei kompakten Heizkörpern in der Regel eine höhere Vorlauftemperatur benötigst, ist diese bei einer Flächenheizung niedriger.

2) Neigung der Heizkurve: Über die Neigung beeinflusst du, wie stark die außentemperaturgeführte Heizungsregelung auf Temperaturänderungen reagiert. Benötigst du in einem gut gedämmten Haus an sehr kalten Tagen nur wenig Energie, ist eine flache Kurve ratsam. Denn dann steigt die Vorlauftemperatur mit sinkenden Außentemperaturen nur langsam an. In unsanierten Altbauten sollte die Einstellung hingegen steiler sein.

Wichtig zu wissen: Die perfekte Einstellung findest du nicht auf Anhieb. Denn dazu veränderst du die vorgestellten Parameter in kleinen Schritten und beobachtest, wie sich die Anpassung auswirkt. Ist es gerade warm genug, hast du die Außentemperatur-Regelung optimal konfiguriert.

Außenfühler beeinflussen die Funktion der Heizungsregelung

Damit die außentemperaturgeführte Regelung richtig funktioniert, kommt es nicht nur auf die Heizkurve an. Auch der Heizungs-Außenfühler muss an einer sinnvollen Stelle platziert sein. Registriert er ständig zu hohe Temperaturen, arbeitet deine Heizung mit zu geringen Vorlauftemperaturen und dein Haus bleibt kalt. Die folgenden Tipps helfen, den Fühler einer Heizung mit Außentemperatursteuerung richtig zu positionieren:

  • bringe den Fühler an der Nordseite an, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden; alternativ kommen auch Ost- oder Westfassaden infrage
  • vermeide die Platzierung in der Nähe von Fenstern, Lüftungsöffnungen, Schornsteinen, unter Vordächern, Balkonen oder in Windfängen, um fremde Wärmequellen auszuschließen
  • installiere den Fühler auf halber Fassadenhöhe an einer Hausecke

Lässt sich der Fühler deiner Außentemperatur-Regelung nicht optimal platzieren, sorgst du mit Abstandshaltern und Sonnenblenden für Abhilfe.

Alternativen zur außentemperaturgeführten Regelung

Die außentemperatur- oder witterungsgeführte Regelung hat auch Schwachstellen. So reagiert sie zum Beispiel nicht auf interne Wärmegewinne. Veranstaltest du eine Party und hast zahlreiche Gäste, bringen diese viel Wärme ein, wodurch deine Heizung weniger leisten müsste. Du kannst den Wärmeeintrag dann zwar über deinen Thermostat senken. Reduziert deine Heizung die Vorlauftemperatur nicht, geht das jedoch mit unnötig hohen Verlusten einher.

Eine Alternative ist die raumgeführte Regelung. Diese passt den Vorlauf der Heizung allein an die Temperatur in einem Führungsraum an. Ist dieser zu warm, fährt deine Heizung ihre Leistung herunter und dein Energieverbrauch sinkt. Der Nachteil: Auch die anderen Räume deines Hauses bekommen dann weniger Energie und werden unter Umständen nicht mehr richtig warm. Ein Grund, aus dem du den Führungsraum mit Bedacht wählen solltest.

Regelung mit .tiarda, deiner persönlichen Assistentin

Noch besser ist die digitale Heizungsregelung, zum Beispiel über den Bosch EasyControl Heizungsregler. Dieser fährt die Leistung deiner Heizung bedarfsgerecht hoch oder runter, um die Vorlauftemperatur optimal einzustellen.

Das Besondere daran: Die Bedienung klappt mit .tiarda per Textnachricht oder Sprachsteuerung. „.tiarda, mir ist viel zu kalt!“ genügt, um die Raumtemperaturen um mehrere Grad-Celsius anzuheben. Deine Wünsche teilst du .tiarda dabei bequem über den Facebook-Messenger oder ein Google-Assistant-fähiges Gerät mit.